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Bekämpfung der Tigermücke

Foto: Pixabay

Am Donnerstag, 26. Juni 2025, lädt die Stadt Eppelheim von 17 bis 19 Uhr zu einer praxisnahen Infoveranstaltung über die Asiatische Tigermücke auf das Bauhof-Gelände in die Seestraße 65 ein. Interessierte Bürgerinnen und Bürger können in dieser Zeit vorbeikommen und sich Tipps von den Expertinnen und Experten im Umgang mit den Lästlingen geben lassen.

Die Biologinnen und Biologen zeigen typische Brutstätten aus der Umgebung sowie Larven und adulte Tigermücken. Sie erklären anschaulich, wo sie brüten, wie man sie erkennt und vor allem, wie man sie durch Vermeidung oder Sanierung von Brutstätten wirksam bekämpfen kann. Außerdem besteht die Möglichkeit, Eier, Larven oder adulte Tigermücken unter dem Mikroskop zu beobachten. Die Teilnahme ist kostenlos und ohne Anmeldung möglich. 

Von Mai bis Ende September hat die Asiatische Tigermücke (Aedes albopictus) Saison. Dieses Jahr wird die ursprünglich aus Südostasien stammende Mücke systematisch überwacht und bekämpft. Mit gezielten Maßnahmen können Populationen dezimiert oder ganz verdrängt werden. Deshalb bittet die Stadt Eppelheim auch in diesem Jahr wieder die Bevölkerung, bei der Bekämpfung der Mücken mitzuhelfen.             

Darum wird die Tigermücke bekämpft: Die Stechmücke ist ein erheblicher Lästling, da sie nicht nur in der Dämmerung, sondern während des gesamten Tages sticht und das oft auch mehrmals.  Sie kann unter Umständen tropische Krankheitserreger wie Dengue-, Chikungunya- und Zika-Viren übertragen. Dieses Risiko ist zwar hierzulande noch sehr gering und bei einem Stich besteht kein Grund zur Sorge. Doch die Gefahr kann mit steigenden Sommertemperaturen zunehmen.

Wo die Tigermücke lebt: Tigermücken brüten meist im Siedlungsgebiet in kleinsten Wasseransammlungen, zum Beispiel in Regentonnen, Eimern, Gießkannen, Blumentöpfen, Untersetzern, Schirmständern, Gullys, verstopften Regenrinnen oder Autoreifen. Kurz gesagt: Potenziell in temporären Wasseransammlungen, die Wasserstandsänderungen unterliegen und mehr als fünf Tage bestehen. Das bedeutet, dass das Wasser in Vogel- und Igeltränken alle fünf Tage ausgewechselt werden muss. Die Eier der Tigermücke überstehen Trockenheit und auch kalte Winter. Belebte Gartenteiche, Fließgewässer und gechlorte Pools sind üblicherweise keine Brutstätten. Besonders zahlreich sind die Larven bei mangelnder Bekämpfung im Hochsommer. Um die Brut der Tigermücke einfach und unkompliziert einzudämmen, folgen zwei Tipps zur Eindämmung:

Regentonen sind die häufigsten und wichtigsten Massenbrutstätten. Sie können mit einem engmaschigen Netz mit Gummizug sorgfältig abgedeckt werden. Undichte Deckel und Ablauflöcher sollten vermieden werden.

Gießkannen zählen zu den häufigsten Brutstätten, die es im privaten Bereich gibt. Nach Gebrauch sollten sie ungefüllt auf dem Kopf gelagert werden. Befüllte Gießkannen sollten nicht länger als eine Woche stehen.

Was die Bürgerinnen und Bürger tun können: Vermeiden Sie Wasseransammlungen, die mehr als fünf Tage stehen bleiben können. Entleeren Sie das Wasser regelmäßig und decken Sie betreffende Gefäße lückenlos ab.

Ansprechpartner im Rathaus bei Fragen zur Bekämpfung der Tigermücke ist Kai Enkler; Telefon 06221/794-111; E-Mail: k.enkler@eppelheim.de